Der Fachbereich Kunststofftechnik bereitet die Studierenden auf eine Ingenieurtätigkeit in den Bereichen Produktgestaltung, Werkzeuggestaltung und -produktion, Produktindustrialisierung und moderne Fertigungsmethoden vor. Sie gestalten Teile, für deren Fertigung Polymere verwendet werden, sowie die damit verbundenen Werkzeuge und Verfahren. Aufbauend auf der Grundlage eines Maschinenbaustudiums spezialisieren sich Kunststoffingenieure auf die wissenschaftlichen und technologischen Aspekte der Gestaltung von Kunststoffteilen und die entsprechenden Werkzeuge. Kompetenzen im Management gehören ebenfalls zum Berufsbild.

Bildungsangebot

Um dieses Profil zu erreichen, werden den Kunststofftechnikstudierenden die folgenden Kompetenzen vermittelt:

  • Grundausbildung im Maschinenbau
  • Spezialisierung im Bereich Kunststofftechnik unter Berücksichtigung aller Techniken zur Gestaltung und Entwicklung von Kunststoffobjekten

Gesamtheitliche Module (für alle Studierenden) sowie Module innerhalb des Fachbereichs Maschinenbau sollen auf die Beherrschung methodologischer Instrumente vorbereiten und bei der Problemlösung einen systemischen Ansatz fördern.

Branchenspezifische Module widmen sich dem Erwerb von wissenschaftlichen und technischen Kompetenzen der Kunststoffbranche.

Einzel- und Gruppenarbeit

Sechs Projekte in drei Studienjahren:

  • Im sechsten Semester gestalten die Studierenden ein Kunststoffteil für eine neue funktionale oder ästhetische Anwendung.
  • Im siebten Semester entwerfen sie in Partnerschaft mit einem Unternehmen ein industrielles Werkzeug.
  • Im achten und neunten Semester entwerfen und realisieren sie ein Set von Teilen und Werkzeugen. Während der Arbeitsphase der Umsetzung wird in einer Fremdsprache gesprochen.
  • Im neunten Semester wird die Ausbildung durch das technische Forschungsprojekt (PRT) und das digitale Simulationsprojekt zur Kunststoffverarbeitung oder zur mechanischen Festigkeit vervollständigt.

Lehrmittel

Die Plattform Maschinenbau und das Ressourcenzentrum für Materialwissenschaft und Oberflächentechnik stehen allen drei Studiengängen des Fachbereichs Maschinenbau zur Verfügung: Maschinenbau, Mechatronik und Kunststofftechnik.

60 % der Module werden von den Studierenden der drei Studiengänge gemeinsam besucht.

Zusätzlich zu den für die Projektentwicklung erforderlichen Ressourcen (CAD/CAM und Produktionsmittel) haben die Studierenden Zugang zu den jeweils spezifischen Lehrmitteln für ihren künftigen Beruf.

Praktika und Studienabschlussprojekt

  • Pflichtpraktikum am Ende des ersten Studienjahrs: Grundpraktikum in einem Unternehmen (mindestens vier Wochen)
  • Pflichtpraktikum am Ende des dritten und vierten Studienjahrs: Betriebspraktikum in einem Unternehmen (mindestens vier Wochen)
  • Im neunten Semester: technologisches Forschungsprojekt (PRT)
  • Im fünften Studienjahr wird mit dem Studienabschlussprojekt (PFE) eine tiefergehende Studie angefertigt, die einen innovativen Beitrag zur Technik eines mit dem Fachbereich Kunststofftechnik verbundenen Gebietes darstellt. Damit soll auch getestet werden, ob die künftigen Ingenieur.innen in der Lage sind, in einem professionellen Umfeld und insbesondere selbstständig und initiativ tätig zu werden.

Forschung

Im letzten Jahr des Ingenieurstudiums können Studierende sich auf die Arbeit in der Forschung vorbereiten, indem sie parallel einen Forschungsmaster vorbereiten.

Einer der Anwendungsbereiche von AVR (Automatisierungstechnik, Vision und Robotik) ist die Entwicklung von Kunststoffteilen für medizinische Anwendungen im Team des ICube-Labors. Dieser Arbeitsbereich ist Teil des Alsace Bio-Valley Competitiveness Cluster. Studierende können an den Arbeiten dieses Teams dank des im fünften Studienjahr angebotenen Wahlmoduls „Fortgeschrittene Modellierung komplexer Systeme” (Modélisation avancée des systèmes complexes) teilnehmen.

Doppelabschluss

Doppelabschlüsse mit deutschen, englischen und amerikanischen Universitäten fördern Interesse und Aufgeschlossenheit für interkulturelle Erfahrungen und erhöhen die Beschäftigungsfähigkeit der jungen Graduierten.

Contrat de professionnalisation” (Praxisintegrierter Arbeitsvertrag)

Ingenieurstudierende des Fachbereichs Kunststofftechnik, deren 4. Studienjahr anerkannt wurde, die ihren Auslandsaufenthalt absolviert haben sowie den TOEIC-Test auf dem erforderlichen Niveau nachweisen können und nicht an einem Sonderstudienprogramm (Kunst, Sport, Doppelstudium) teilnehmen, können ihr fünftes Studienjahr mit einem zeitlich befristeten (CDD), vergüteten zwölfmonatigen Arbeitsvertrag absolvieren. Während dieser Zeit genießen sie Beschäftigtenstatus.

Berufsaussichten

Kunststoffingenieur.innen sind mehrheitlich in der Industrie beschäftigt, wo sie hauptsächlich als Ingenieur.innen in F&E, in der Qualitätssicherung und als Prozessingenieur.innen arbeiten.

Kontakt

Xavier Cecchet, Leitung des Studiengangs

Odile Wolff, Sekretariat des Fachbereichs Maschinenbau