Maschinenbau ist ein übergreifendes, in allen Industriesektoren vertretenes Fach, z. B. in den Bereichen Verkehr, Konsumgüter, Ausrüstungsgüter, Biomechanik usw. Maschinenbauingenieur.innen sind über die verschiedenen Projektphasen am gesamten Lebenszyklus von Industrieprodukten beteiligt: Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Entwicklung, Produktindustrialisierung, Betrieb, Wiederverwertung.

Sie verfügen über eine solide Grundausbildung in Mechanik und müssen gleichzeitig ihre Kreativität sowie ihre Fähigkeiten im wissenschaftlichen (Computersimulation), technischen (Konstruktion, Produktion) und Managementbereich zur Anwendung bringen.
Die Industrie entwickelt sich rasch und braucht deshalb Führungskräfte, die flexibel, mobil und reaktiv auf die Probleme der heutigen Gesellschaft eingehen können: Globalisierung, Umwelt, nachhaltige Entwicklung usw.

Ausbildung

Die Grundausbildung vereint wissenschaftliche Themen, Technik, betriebswirtschaftliche und Managementkenntnisse.

Zwischen dem zweiten und dem fünften Studienjahr arbeiten die Studierenden an insgesamt sieben Projekten: Produktoptimierung und -charakterisierung, Konzeption und Umsetzung eines mechanischen Systems, Konzeption eines automatisierten Systems, eine technische Vertiefungsstudie und ein technisches Forschungsprojekt (PRT) im 9. Semester. Das PRT ist die Vorstufe zum Studienabschlussprojekt (PFE).

Im 4. und 5. Jahr können Maschinenbaustudierende ihr Profil mit einer der 4 folgenden Vertiefungsrichtungen ergänzen:

  • Metalle und Polymere
  • Fortgeschrittene Modellierung
  • Analyse von Produktionssystemen
  • Mechanik in der Robotik

Mehrwert dieses Studiengangs

Ein deutsch-französischer Studiengang (DeutschINSA), der zu einem Doppelabschluss mit der Hochschule Karlsruhe oder Offenburg führen kann.

Ab dem ersten Studienjahr besteht die Möglichkeit der Teilnahme an einem Vorbereitungskurs auf das duale System (Perspective Alternance), der den Studierenden die Wahl erleichtert, ob sie im dritten Jahr den Studiengang fortsetzen oder sich für das duale System entscheiden.

Im 3. Studienjahr differenziert sich das Studium nach Zugangsvoraussetzungen: CPGE (Vorbereitungsklassen der frz. Grandes Écoles), DUT/BTS (Fachabschluss nach zweijährigem technischem Kurzstudium in Frankreich), zweites Jahr INSA.

Am Ende des dritten Studienjahres steht der einrichtungseigene Abschluss des INSA auf Bachelorniveau.

Lehrmittel und Ausrüstung

Die Plattform Maschinenbau und das Ressourcenzentrum für Materialwissenschaft und Oberflächentechnik stehen allen drei Studiengängen des Fachbereichs Maschinenbau zur Verfügung: Maschinenbau, Mechatronik und Kunststofftechnik.

60 % der Module werden von den Studierenden der drei Studiengänge gemeinsam besucht.

Zusätzlich zu den für die Projektentwicklung erforderlichen Ressourcen (CAD/CAM und Produktionsmittel) haben die Studierenden Zugang zu den jeweils spezifischen Lehrmitteln für ihren künftigen Beruf.

Duales Studium

Dieses Fach kann auch im dualen Studium (voie de l’alternance) studiert werden.

Praktika und Studienabschlussprojekt (PFE)

  • Zwei Pflichtpraktika am Ende des dritten und vierten Studienjahrs: ein Betriebspraktikum (stage ouvrier) und ein fachtechnisches Praktikum (stage technicien) (je mindestens vier Wochen)
  • Das technische Forschungsprojekt (PRT) wird parallel zum Unterricht während des 9. Semesters durchgeführt. Die Studierenden arbeiten üblicherweise im Zweierteam an einem Projekt, das gewöhnlich von einem Industrieunternehmen angefragt wurde. Es kann die Gestalt einer wirtschaftlich-technischen Machbarkeitsstudie annehmen.
  • Ein Studienabschlussprojekt im zehnten Semester (mindestens 20 Wochen und oft bis zu sechs Monaten)

Forschung

Im letzten Jahr des Ingenieurstudiums können Studierende sich auf die Arbeit in der Forschung vorbereiten, indem sie parallel einen Forschungsmaster vorbereiten.

Maschinenbaustudierende der Vertiefungsrichtung Metalle und Polymere können parallel den Masterstudiengang Materialwissenschaften und Werkstofftechnik/„Science et génie des matériaux“ (SGM) im wissenschaftlichen Bereich Wissenschaft, Technologie und Gesundheit/„Sciences, technologies, santé“ (STS) mit der Vertiefungsrichtung DSMI vorbereiten.

Vertiefungsrichtung: Design von Oberflächen und innovativen Materialien/„Design des surfaces et matériaux innovants“ (DSMI)

Co-akkreditierte Hochschulen: Université de Strasbourg, UHA (Université de Haute-Alsace)

Studierende der Vertiefungsrichtung Mechanik in der Robotik können parallel dazu einen Master Bildgebung Robotik Biomedizintechnik („IRIV – Master image, robotique, ingénierie pour le vivant”) in Partnerschaft mit der Université de Strasbourg (Télécom Physique Strasbourg) vorbereiten.

Weitere Informationen

Die Studierenden können ihr Praktikum außerdem in einem der Forschungslabors des Forschungsverbandes Matériaux et Nanosciences d’Alsace (FR 3627) und insbesondere am Institut Charles Sadron (CNRS UMR 22) oder in einem der ICube-Labor-Teams absolvieren, die alle Partner des INSA Strasbourg sind.

Doppelabschluss

Die Möglichkeit eines Doppelabschlusses besteht in Partnerschaft mit Hochschulen in den USA und Deutschland. Ferner besteht die Möglichkeit, im Vereinigten Königreich ein Masterstudium zu absolvieren.

Berufsaussichten

Sektoren: herstellende Industrie im weiteren Sinne, insbesondere Automobil-, Stahl-, Luftfahrt-, Werkzeugmaschinen-, Verbrauchsgüter- und Lebensmittelindustrie

Berufsfelder: F&E, Konzeption, Entwicklung, Produktindustrialisierung, Betrieb, Wiederverwertung, als Konstruktionsingenieur.in, Management von Projekten oder Produktionseinheiten, Beauftragte

Beschäftigungsaussichten: Im Allgemeinen finden knapp 100 % der Absolvent.innen eine Beschäftigung (Nach Ergebnis der ersten Arbeitsplatzerhebung 2017 über die Absolvent.innen des Jahres 2016 waren es 100 %). Mehr als ¾ hatten unbefristete Arbeitsverträge. Die Arbeitssuche dauerte im Durchschnitt ca. einen Monat.

Kontakt

Sébastien Poli, Leitung des Fachbereichs Maschinenbau

Odile Wolff, Sekretariat des Fachbereichs Maschinenbau

03 88 14 47 06